Corona

Coronafalle – 6 Tipps wie du ihr wieder entkommst

Pragmatische und naheliegende Lösungen für das Familienleben im Corona-Ausnahmezustand zu finden, hat in vielen Familien dazu geführt, dass ein Elternteil einen Großteil der Kinderbetreuung übernommen hat. Der Elternteil, für den ein Mehr an Kinderbetreuung einfacher umzusetzen war – aus beruflichen und organisatorischen Gründen oder weil es ihm inhaltlich leichter fiel – hat nun eine Rolle inne, die er vor Corona nicht hatte … die Coronafalle. Was in den vergangenen Wochen und Monaten ein gut funktionierendes Konzept war, ist es jetzt nicht mehr.

Geht es dir auch so? Möchtest du die aktuelle Rollen- und Aufgabenverteilung in der Erziehung eurer Kinder gerne verändern?

Der Wunsch nach einer anderen Rollenverteilung ist keine – wie bisher – durch äußere Umstände notwendige Veränderung, sondern eine von dir gewünschte Veränderung. Das bedeutet vor allem, dass – anders als du – deine Familie keinen Leidensdruck verspürt. Für sie gibt es im eigenen Erleben keine Veranlassung zur Veränderung. Im Gegenteil, sie haben sich inzwischen daran gewöhnt und wollen daher intuitiv auch daran festhalten.

Wie also kannst du hier einen Veränderungsprozess anstoßen?

  1. Ergreife die Chance … JETZT ist ein guter Zeitpunkt dafür! Die Schulkinder haben wieder Präsenzunterricht im Regelbetrieb, die Kleinen dürfen wieder im vollen Umfang in der Kita betreut werden und du bist nicht mehr so im Management der Kinderbetreuung gebunden.
  2. Vergegenwärtige dir, was dich an der aktuellen Rollen- und Aufgabenverteilung stört, was du verändern möchtest und was dein Ziel, dein Wunschvorstellung ist. Sprich mit deinem/er Partner/in darüber.
  3. Führt euch vor Augen, was der angestrebte Veränderungsprozess Positives für euch beide bewirken kann. Veränderungen brauchen Energie. Es müssen neue Wege gefunden, entwickelt und gegangen werden … in unserem Gehirn wie im Tun. Zu dieser Anstrengung sind wir nur bereit, wenn wir Gewinnaussichten mit ihr verbinden. Welche Veränderungen würden deinen Leidensdruck verringern oder beheben?
  4. Überlegt gemeinsam, wie ihr diesen Veränderungsprozess anstoßen und gestalten könnt. Nutzt dafür eure Ressourcen – Fähigkeiten, Erfahrungen, Unterstützungsmöglichkeiten durch das Umfeld, etc. – und erweitert sie.
  5. Hab Geduld! Echte Veränderung braucht Zeit bzw. sehr viel Geduld. Halte besonders zu Beginn die nun deutlich spürbare Diskrepanz zwischen der angestrebten Wunschvorstellung und der aktuellen Wirklichkeit aus. Sei beharrlich und verfolge dein Ziel – trotz Rückschlägen.
  6. Halte dich zurück und gib deinem/er Partner/in die Chance zur Veränderung, die du dir wünschst! Du warst bisher in vielen Situationen für deine Kinder der Ansprechpartner und daher werden sie sich zunächst auch weiterhin an dich wenden. Selbst wenn dein/e Partner/in dich entlasten und in diesen Situationen trösten, klären, spielen, da sein will, werden die Kinder es nicht sofort annehmen oder evtl. sogar ablehnen. Halte aus, dass es nicht rund läuft und du es „besser“ machen könntest.

Gewohntes los zu lassen fällt uns immer schwer. Akzeptiere das und mach dich auf den Weg … deinen Weg!

Was fällt dir bei Veränderungen besonders schwer oder was hat dir geholfen, Veränderungen erfolgreich zu gestalten? Schreibe es gerne in die Kommentare.

Deine

Coronafalle

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