Schulanfang
Kinder

Schulanfang – Neuauflage oder Neubeginn

Mit dem ersten Schultag beginnt ein neues Kapitel im Leben unserer Kinder. Sie freuen sich, dem Kindergarten entwachsen und nun ein Schulkind zu sein. Sie sind neugierig auf all das Neue, das sie in der Schule erwartet und dem Größer werden immer näher bringen wird. Ganz anders ergeht es uns, ihren Eltern. Zusammen mit unseren Kindern betreten wir einen alten zurückgelassenen Teil unseres Lebens. Jeder von uns verbindet andere Erinnerungen mit seiner Schulzeit … gute wie schlechte.

Geht es dir auch so? Hast du auch gerade den Eindruck, ein paar Kapitel im Buch deines Lebens zurück geblättert zu haben?

Auch wenn viele unserer Erinnerungen inzwischen verblasst sind, haucht ihnen die Einschulung des eigenen Kindes wieder neues Leben ein. Sie werden uns in den verschiedenen Situationen wieder gegenwärtig … etwa, wenn wir der Klassenlehrerin *leider gibt es immer noch sehr wenig Grundschullehrer* gegenüber stehen oder gar auf einen der kleinen Stühle im Klassenzimmer für ein Gespräch mit ihr Platz nehmen, dann, wenn wir Erlebnissen aus Schule berichtet bekommen und die ersten Hausaufgaben anstehen. Leicht neigen wir dazu, die Geschehnisse mit unseren Augen zu sehen, sie entsprechend unseren Erfahrungen zu bewerten … positiv wie negativ. Doch nicht wir drücken – in veränderter Rolle – wieder die Schulbank, es sind unsere Kinder, die nun zur Schule gehen. Sie tun dies vollkommen unvoreingenommen, mit großer Neugier und Wissensdurst.

Um den Kindern dabei nicht die eigene Haltung zum Lernen und zur Schule „überzustülpen“, ist es wichtig, ihnen (Frei)Raum für eigene Erfahrungen zu lassen. Am besten gelingt dir dies, wenn du dir zunächst die eigenen Erfahrungen, Gefühle und Haltungen bewusst machst und dann deinen Fokus auf die Situation deines Kindes richtest.

Folgende Fragestellungen können dir dabei helfen:
  • Welche Erfahrungen verbinde ich mit der Schule?
  • In welchem Verhalten meines Kindes erkenne ich mich wieder?
  • Wo beobachte ich bei meinem Kind vollkommen andere Verhaltensweisen?
  • Wie wirkt diese Übereinstimmung bzw. diese Verschiedenheit auf mich?
  • Wie erlebt / bewertet mein Kind die Situation?
  • Was wünsche ich meinem Kind für sein schulisches Lernen?
  • Wie kann ich es dabei unterstützen?

Stell dir diese Fragen immer wieder aufs Neue und bezogen auf eine bestimmte Situation, in der sich dein Kind gerade befindet. Spreche auch mit deinem Partner / deiner Partnerin darüber. Er oder sie wird möglicherweise andere Erfahrungen und damit auch eine etwas andere Sicht dazu haben. Der Austausch dazu kann euch helfen, eine gemeinsame Offenheit für die Situation eures Kindes zu entwickeln.

Wir wünschen dir und deinem Kind / deinen Kindern ein gelingendes Schuljahr!

Deine

Socialitas

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