Weihnachten mal anders
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Weihnachten – dieses Jahr anders

Auch wenn wir noch nicht ganz genau wissen, wie letztlich die Beschränkungen zu Weihnachten und in der darauffolgenden Zeit aussehen werden, so ist uns allen klar, dass Weihnachten dieses Jahr anders sein wird. Ein Gedanke, der mit Wehmut verbunden ist. Sie mag bei dem Einen eher klein und mit einem Achselzucken beiseite zu schieben sein, beim Anderen ist sie größer und schmerzhafter. Doch jeder von uns denkt beim diesjährigen Weihnachtsfest an Verzicht. „Was wird dieses Jahr nicht möglich sein?“ „Was wird mir an diesem Weihnachten fehlen?“

Ist dieser Gedanke so neu? War nicht jeder von uns schon mal in der Situation, dass er Weihnachten nicht in gewohnter Weise feiern konnte?

Jetzt betrifft es uns ALLE! Jetzt müssen wir uns alle gemeinsam von der gewohnten Form des Weihnachtsfestes verabschieden und uns mit der veränderten Situation arrangieren. Was tun?

Wehmut und Chance zugleich

Bedauere, dass es dieses Jahr anders sein muss. Ja richtig! Es ist schade, dass wir nicht mit der ganzen Familie und den Verwandten in großer Runde zusammen feiern können. Werde dir so bewusst, was dir am Weihnachtsfest wichtig ist. All zu oft stressen wir uns in im Vorfeld und während dem Fest selbst, halten uns mit Nebensächlichkeiten auf und übersehen dabei ganz, welche schönen und erfüllende Dinge und Begegnungen wir mit diesem Fest verbinden.

Andererseits ergibt sich durch die verschiedenen Einschränkungen die Chance, den bisherigen Weihnachtserwartungen nicht entsprechen zu müssen. Dieses Jahr können wir eine neue, eine andere Form für das Weihnachtsfest und die Feiertage finden, ohne vielleicht Verwandte mit einer Absage vor den Kopf zu stoßen.

Klingt gut?! Doch leider ist es gar nicht so leicht, sich von den Gedanken um alles, was nicht sein kann zu lösen und darüber nachzudenken, wie wir Weihnachten gerne feiern würden.

Perspektivwechsel

Ein kleiner Trick, um unser „was alles nicht sein kann“-Gedankengekreisel auszutricksen und unsere Gedanke in eine andere Richtung zu schubsen, ist, sich zunächst folgende Frage zu stellen: Was stört mich an den bisherigen Weihnachtsgewohnheiten? Wo habe ich den Eindruck, mich selbst gar nicht dafür entschieden zu haben, sondern es nur zu machen, „weil man es so macht“ oder „weil man es schon immer so gemacht hat“?

Wenn du dir vor Augen geführt hast, was dich an der bisherigen Form des Weihnachtsfestes stört, ist der gedankliche Schritt zur Wunschweihnacht gar nicht mehr so groß, wie er dir zunächst vielleicht erschienen war. Wie wünschst du dir das Weihnachtsfest für dich und deine Familie? Nimm dir Zeit, um in Ruhe darüber nachzudenken. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen wir zwischen der Betriebsweihnachtsfeier hier, der Vereinsweihnachtsfeier dort und dem einen oder anderen geselligen Vorweihnachts-Allerlei dazwischen sowohl der Zeit als auch der Besinnung hinterhergehetzt sind, haben wir nun plötzlich mehr von ihr … Zeit und damit auch die Ruhe zum Nachdenken.

Welche Wünsche und Bedürfnisse habe ich? Welche Wünsche und Bedürfnisse haben andere Familienmitglieder? Sprecht offen miteinander darüber. Bringt den Mut auf, eure Wünsche und Bedürfnisse auszusprechen und geht achtsam mit den Wünschen und Bedürfnissen anderer um.

Wie wollen wir dieses Jahr das Weihnachtsfest und die Feiertage verbringen?

Wie könnt ihr – unter den gegebenen Umständen – eure Weihnachtswünsche gemeinsam realisieren? Beachtet die vorhandenen Möglichkeiten und nutzt eure Ressourcen dafür. Vielleicht ist auch gerade jetzt die Zeit um Ideen, die du oder jemand aus deiner Familie schon lange hat, einmal auszuprobieren, ohne gleich befürchten zu müssen, das ganze Fest damit auszuhebeln. Macht euch auch keinen neuen Druck. Es ist EIN und kein EINMALIGES Fest!

Ideen für alle, die nicht gemeinsam feiern können

Um mit Familienmitglieder, Verwandten oder geliebten Menschen, mit denen wir dieses Jahr nicht gemeinsam feiern werden, dennoch das Weihnachtsfest und den Weihnachtszauber zu erleben, haben wir hier noch ein paar Ideen.

  • Weihnachtswünsche per Post oder Videogruß verschicken.
  • Per Video-Telefonat können Weihnachtsmomente auch auf Distanz geteilt werden. So können z.B. mit einer „Bescherungs-Schalte“ die zuvor zugeschickten Geschenke zusammen ausgepackt werden. Der Schenker und Beschenkte können den Moment gemeinsam erleben.
  • In einem kleinen „Weihnachtstagebuch“ können die Weihnachtsfeier- und Winterferientage mit Fotos, Texten und kreativen Werken der Kinder festgehalten und beispielsweise an die Großeltern verschenkt werden.

Vielleicht spricht dich davon etwas an, vielleicht inspiriert es dich zu einer anderen Idee oder möglicherweise hast du eine tolle Idee, die du gerne mit uns teilen möchtest. Schreib es gerne in die Kommentare.

Wir wünschen dir schöne Weihnachten. Lasst es euch gut gehen, hab dich und eure Lieben im Blick.

Deine

Socialitas

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